Wettbewerbe


Die Gewinner/innen des
DAphA- Aphorismenwettbewerbs 2018 stehen fest.
Der „Hattinger Igel“ geht in diesem Jahr nach Gießen.

 

Die fünfköpfige Jury hat am 10.4.2018 im Archivraum des Stadtmuseums getagt und aus insgesamt 456 Einsendungen zum Leitthema „Begegnungen“ die Siegeraphorismen gekürt. Die internationale Beteiligung ist gegenüber 2016 gestiegen: so gab es allein aus Österreich 60 Bewerbungen und aus der Schweiz 20.

Gewonnen hat Alexander Eilers aus Gießen u.a. mit dem Aphorismus „Es stand nichts zwischen ihnen, was sie hätte verbinden können.“ Den zweiten Rang belegt Hans-Jürgen Stumme aus Neuss. Er überzeugte die Jury insbesondere mit dem Aphorismus: „Leuchttürme sind Orientierungspunkte. Meer sind sie nicht.“ Der dritte Sieger kommt aus Münster und heißt Jürgen Lorenzen. Er hat u.a. diesen Aphorismus eingereicht: „Auch ein blindes Huhn findet manchmal einen Nagel und trifft ihn auf den Kopf.“

Der 4. und 5. Platz nehmen zwei Schweizer ein: Giuseppe Corbino aus Luzern („Aus aller Welt kommt niemand.“) und Brigitte Fuchs aus Teufenthal ( „Den Freundeskreis zieht man nicht mit einem Zirkel.“) .

Die weiteren Ränge 6 bis 10 belegen (in alphabetischer Reihenfolge): Monica Heinz aus Zürich (Schweiz) / Ingeborg Parma-Block aus Waldbronn / Jürgen Schwedler aus Engen / Ute Sroka aus Berlin und Wolfgang Stock aus Biberach.

Im Bereich der weiteren Platzierungen von 11 bis 25 werden die folgenden Autoren / Autorinnen mit allen drei eingesandten Aphorismen im Wettbewerbsband vertreten sein:

Marita Bagdahn aus Bonn / Hanna Bertini (Niedersachsen) / Horst Dieter Gölzenleuchter aus Bochum / Klaus Hansen aus Pulheim / Sascha Heße aus Leipzig / Hans Norbert Janowski aus Esslingen / Thomas Möginger aus Saldenburg / Irmgard Partmann aus Wietmarschen / Helmut Peters aus Recklinghausen / Alexandra Paul aus Dresden / Thomas Rauberger aus Karlsruhe / Verena Risse aus Iserlohn / Volker Teodorczik aus Herne / Inken Weiand aus Bad Münstereifel / Norman Wojak aus Essen.

In die Wettbewerbsanthologie, die im Mai erscheinen wird, werden noch rund 100 Einzelsätze aufgenommen werden, die die Herausgeber für so beachtenswert halten, sie einem breiteren Publikum mitzuteilen. Der Wettbewerbsband wird in einer Lese-Matinee am Sonntag, den 10. Juni 2018, um 11 Uhr im Alten Rathaus in Hattingen präsentiert; zugleich werden die Gewinner/innen geehrt, der Sieger erhält neben dem Preisgeld die Originalradierung des Künstlers H.J. Uthke „Hattinger Igel“.

 


 

„Begegnungen“
Aphorismen-Wettbewerb 2018

 

veranstaltet vom Förderverein DAphA (Deutsches Aphorismus-Archiv) Hattingen e.V.
in Kooperation mit der Stadt Hattingen: Fachbereich Weiterbildung und Kultur

 

Hattingen hat sich seit 2004 mit den bisher sieben Aphoristikertreffen, dem Deutschen Aphorismus-Archiv und zahlreichen Veranstaltungen überregional einen Namen als „Heimstadt des Aphorismus“ gemacht, seit 2008 auch mit den Aphorismus-Wettbewerben, die seitdem alle zwei Jahre im Vorfeld der Aphoristikertreffen ausgeschrieben werden.

Wie und wo begegnet der Aphorismus seinen Leserinnen und Lesern? Hinter dieser schlichten Ausgangsfrage fächern sich die Themen auf, die das Deutsche Aphorismus-Archiv auf seinem 8. Aphoristikertreffen vom 1.- 3. November 2018 sich und seinen Referent(inn)en unter dem Titel Der Aphorismus im Dialog. Formen und Spielarten der Begegnung stellt.

Zur inhaltlichen Einstimmung stellen wir den Wettbewerb 2018 unter das Leitthema „Begegnungen“. Der Wettbewerb fasst das Thema weiter: Zu den Spielarten der Begegnung im Alltagsleben, vom T-Shirt über den Kalender bis zum Bierdeckel, zählen neben der Begegnung mit Literatur und mit Menschen auch die Begegnung mit Ländern und Landschaften, mit Situationen und – wer weiß? – mit Tieren. Gut möglich, das Sie die Begegnung als Entgegnung verstehen. Und steckt nicht auch die Gegnerschaft etymologisch noch in der Begegnung?
Weit genug gefasst also scheint uns das Thema, und wir hoffen sehr, Sie dadurch zum Mitmachen anregen zu können.

Organisatorisches
Senden Sie bitte maximal drei Aphorismen zu diesem Themenfeld bis zum 15. Februar 2018 per Mail an: aphorismus@hattingen.de.

Wir bitten um Beachtung, dass nach der Juryentscheidung nur die Gewinner/innen und diejenigen, die Aufnahme in der Wettbewerbsanthologie finden, benachrichtigt werden.

Bitte mailen Sie auch Ihre Kontaktdaten, damit wir Sie, falls Sie gewonnen haben, persönlich informieren können. Die eingereichten Aphorismen werden nicht an Dritte weitergegeben; die Daten werden nach der Juryentscheidung gelöscht.
Die Gewinner/innen erklären sich bereit, ihre Aphorismen für die Anthologie sowie für unsere Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung zu stellen. Eine Publikation mit den Beiträgen der Gewinner/innen wird den Wettbewerb wie in den vergangenen Jahren abschließend dokumentieren.
Die Präsentation der Anthologie mit Lesung der Preisträger/innen wird voraussichtlich im Rahmen einer Sonntagsmatinee am 10. Juni 2018 in Hattingen, Altes Rathaus, Untermarkt 2, erfolgen.

Preise
Diese Preise werden vergeben:
1. Preis 300 Euro und der „Hattinger Igel“, eine Radierung des Künstlers H. J. Uthke;
2. Preis 200 Euro;
3. Preis 100 Euro.
Beim 4. bis 10. Preis handelt es sich um Sachpreise, vorzugsweise Buch-Gutscheine. In die Anthologie werden Aphorismen der ersten dreißig Autoren / Autorinnen und weitere Einzeltexte aufgenommen.

Jury
Joachim Wittkowski (Kulturredakteur, Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität Bochum),
Jörg Dahlbeck (Aphoristiker, Songtexter),
Petra Kamburg, Leiterin der Volkshochschule der Stadt Hattingen,
Dr. Friedemann Spicker, Aphorismusforscher und Leiter des Deutschen Aphorismus-Archivs Hattingen,
Dr. Jürgen Wilbert, Aphoristiker und Vorsitzender des Fördervereins DAphA Hattingen e.V.