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Alexander Eilers über:
Giuseppe Corbino: Einsatzfliegen. Hannover: der blaue reiter 2023.

 

Von Fliegen und Elefanten – Giuseppe Corbinos aphoristisches Debüt

Der die Wahrheit überflügelnde Aphorismus hat von jeher zu Expeditionen ins Tier­reich, insbesondere in die Vogelwelt eingeladen, wobei Vergleiche mit kleinwüchsi­gen befiederten Spezies dominieren. Während nämlich Peter Tille (1930–1996) in dem oft auf Satz und Einzelwort verknappten Denkspruch einen „Spatz im Adlerkäfig“ sieht, erklärt ihn Gerhard Uhlenbruck (*1929) zum „Specht am Baum der Erkenntnis“. Dass aber auch solche bescheidenen Klassifikationen in Feuilletons auf Widerspruch stoßen, betont Vytautas Karalius (1931–2019), stellt doch der „Kolibri der Literatur“ für den Kritiker lediglich „ein Insekt“ dar. Insofern ist es nur konsequent, die gängigen Vorurteile aufzugreifen und ins Fach der Entomologie zu wechseln.
Dies hat der 1976 in Catania (Sizilien) geborene Schweizer Giuseppe Corbino in seinem aphoristischen Erstlingswerk unternommen. Nicht allein, dass der 101 Seiten starke Band schon auf dem Cover einen Bezug zur Insektenkunde herstellt, indem er – an einen zoologischen Schaukasten erinnernd – 28 in Reih und Glied angeordnete Stubenfliegen abbildet. Vielmehr lassen auch der Titel, der Klappentext (zit. als KLT), das Inhaltverzeichnis und die Innengestaltung keinen Zweifel an der programmati­schen Auseinandersetzung mit der Gattung brachycera. Doch was dem Leser unter dem wortspielerischen Etikett Einsatzfliegen (zit. als EF) geboten wird, findet sich in keinem biologischen Lehrbuch. Deshalb sollen im Folgenden erst die „Merkmale“ und die „Lebensweise“ dieser „aus beschaulichen Tagträumen der Alltäglichkeit“ (KLT) reißenden Plagegeister im Mittelpunkt stehen, bevor näher auf „Tarnung“ sowie auf „Nutzen und Schaden“ eingegangen wird.

 

Merkmale

Wie alle Insekten (aus lat. insectum für ‚eingeschnitten‘) bestehen die vorliegenden Exemplare aus stark voneinander abgesetzten Körperteilen. Linksbündig gesetzt, tre­ten sie entweder mit einem kursivierten, das Thema vorgebenden ‚Kopf‘ auf – „Apho­rismen / Einsatzfliegen“ (EF, S. 27) –, oder ihre ‚Einkerbung‘ beschränkt sich auf En­jambements, die den Akzent mal auf die syntaktische Struktur – „Das Insekt beginnt, / wo die Tierliebe endet“ (ebd., S. 25) –, mal auf zentrale Begrifflichkeiten – „Unberührte Natur / betritt niemand“ (ebd., S. 41) – legen. Obwohl ihre Länge variiert und bis zu vier Zeilen umfassen kann, setzen sie sich stets aus einem Satz zusam­men. Weiterhin sind unterschiedliche Phänotypen auszumachen, zu denen ‚facetten­reiche‘ Definitionen, ‚haarige‘ Generalisierungen, ‚schillernde‘ Devisen sowie ‚wes­penähnliche‘ Sprichwortabwandlungen gehören. Da die ‚Einsatzfliegen‘ – ihres Zei­chens r-Strategen – zum Überleben eine große Menge an Eiern ablegen, von denen die meisten das Larvenstadium nicht überstehen, begegnet man pro Seite nur vier ausgewählten Beiträgen.
Als Imagines, die ihre letzte Häutung hinter sich haben, vollbringen sie jedoch wahre Kunststücke. So vermögen sie z. B. selbst auf glatten Oberflächen oder an Zimmerdecken Halt zu finden, was ihnen durch die Absonderung einer klebrigen Substanz an ihren Beinen gelingt. Besonders gut ist dies an Stellen zu beobachten, wo Mainstream-Meinungen, Volksstimmungen wie auch Modethemen „aus unge­wohnter Perspektive“ (KLT) hinterfragt werden. Hierzu zählt erstens die viel beschwo­rene „Zeitenwende“ (Olaf Scholz) – „Im Krieg liegen / die Interessen blank“ (EF, S. 18, ferner S. 1, 25, 56, 59, 77) –, zweitens der wiederauflebende „Kleinräumigkeitsfa­natismus“ (ebd., S. 24) in Europa – „Nationalismen / Wenn Gren­zen zum kleinsten / gemeinsamen Nenner werden“ (ebd., S. 17, ferner S. 33) –, drit­tens der populistische Antipluralismus – „Alternative Fakten / dulden keine Alternati­ve“ (ebd., S. 64, ferner S. 25, 56, 59, 61, 74) – und viertens die in der white collar class propagierte „Work-Life-Balance“ (ebd., S. 40): „Wer nach mehr Freizeit ver­langt, / kann nicht von der Arbeit lassen“ (ebd., S. 31; ferner S. 12, 42, 46, 47, 77). Solche tagespolitischen Kommentare mögen zwar von Engagement – der zweiten Bedeutung von ‚Einsatz‘ – zeugen, doch muss man eingestehen, dass sie bloß eine kurze Lebensdauer haben. Wie die lautlich verwandten Eintagsfliegen sind sie jeden­falls dazu verdammt, eine ephemere Generation nach der nächsten hervorzubringen: „Selbst auf der Höhe der Zeit / drehen sich die Zeiger weiter“ (ebd., S. 84).
Anders allerdings die Texte, in denen anhaltende Prozesse – etwa die Globalisie­rung – zur Diskussion stehen. Wenn es nämlich heißt, dass „[a]us aller Welt / [nie­mand kommt]“ (ebd., S. 19) und dass „[w]er in Zungen redet, / [in keiner spricht]“ (ebd., S. 23), werden grundlegende Vorbehalte gegenüber dem Transkulturalismus laut. Dass sie persönlich beglaubigt sind, erkennt man schon an der Vita des Autors, der in der Schweiz aufgewachsen ist, dort ein philosophisch-theologisches Studium absolviert hat und als Erwachsenenbildner sowie als Gymnasiallehrer für Religions­kunde in Luzern arbeitet. Denn einen Migrationshintergrund zu haben macht ihn ge­nauso wenig zu einem heimatlos-unverwurzelten Subjekt wie polyglott zu sein. Seine „Kritik an den bestehenden Verhältnissen“ (KLT) richtet sich damit weniger gegen sprachlich-kulturelle Diversität als gegen die Vereinheitlichung individueller Existenz- und Ausdrucksformen. Ähnliches gilt für Fragen des Klimawandels, den es nach Cor­bino zwar „schon früher gab“ (EF, S. 39), dem wir „da [aber noch als] Zuschauer“ (ebd.) beiwohnten. Hier habe die „Herdenintimität“ (ebd., S. 45) der Welt-Dorf-Be­wohner zur Folge, dass sich eigene Verantwortung zusehends verflüchtige: „Je glo­baler das Problem, / desto lokaler die Unschuld“ (ebd., S. 55). Umso wichtiger also, „die Ruhe des Denkens zu stören“ (KLT) und den Leser „zur „persönlichen Stellung­nahme [zu zwingen]“ (ebd.). Dazu sind Corbinos ‚Einsatzfliegen‘ nur allzu bereit, wie man an ihrem spezifischen Verhalten beobachten kann.

 

Lebensweise

In diesem Kontext ist zunächst auf ihre Selbsterhaltung einzugehen. Sie ernähren sich hauptsächlich von organischen, gärenden Stoffen und bevorzugen zuckerhaltige Lebensmittel, von deren Geruch sie unwiderstehlich angezogen werden. Keine Gefahr scheuend, stürzen sie sich auf alles Süßlich-Kitschige, um es mit ihren saugend-leckenden Mundwerkzeugen in sich aufzunehmen. So erweisen sie sich als wenig wählerisch, unprätentiös und anti-elitär: „Das Erstbeste hält sich an keine Rangordnung“ (EF, S. 21). Weil sie auch ‚aufgeblähte Wahrheiten‘ (vgl. ebd., S. 13) in Kot und Kadavern nicht verschmähen, führen sie oft pathogene Keime mit sich, die sie als Vektoren auf Menschen übertragen. Hinzu kommt, dass sie ihre Eier direkt in die Nahrungsquelle hineinlegen, damit die Larven sofort nach dem Schlüpfen mit dem Fressen und Wachsen beginnen können. Spätestens dann sind die befallenen Lebensmittel ungenießbar.
Zu Lästlingen werden die ‚Einsatzfliegen‘ allerdings noch durch weitere Vorlieben. Hierzu gehört, dass sie auf Pheromone in Hautsekreten reagieren und transpirierende Säugetiere mit penetrantem Summen umkreisen: „Schweißtropfen sind / ehrlicher als Tränen“ (ebd., S. 18). Dieses Geräusch wird durch die hohe Schlagfrequenz ihrer beiden Flügel erzeugt und kann bei Menschen Nervosität verursachen. Das erklärt zugleich, warum ihnen schutzlos ausgelieferte Opfer nicht selten „Überheblichkeit“ (ebd., S. 99) vorwerfen, drehen sie doch „ihre Runden /, als [seien] nicht sie die Beute“ (ebd.). Außerdem fühlen sich die ‚Einsatzfliegen‘ zu Sonnenlicht und Wärme hingezogen, weshalb sie in geschlossenen Räumen immer wieder gegen Glasscheiben prallen. Obzwar ihr unermüdlicher Versuch, einen Weg hinaus ins Freie zu finden, wie eine Don-Quichotterie anmutet, folgt er einem religiösen Impuls. Denn anders als im „Zweiten Buch der Könige“, wo Fliegen zu Begleitern des Dämons Ba’al-zebul, des „Gott[es] von Ekron“ (2 Kön 1,2), avancieren, streben Corbinos Symboltiere nach Erlösung: „Fliegen glauben an eine Welt ohne Fensterscheiben“ (EF, S. 49). Insofern verwundert es nicht, dass sich in dem Band zahlreiche Aphorismen zur Theologie finden. Sie reichen von der göttlichen Allwissenheit – „Gott sieht mit / Abstand alles“ (ebd., S. 22) – über das Eingreifen des Demiurgen ins Weltgeschehen – „Deismus / Ein Gott, der sich für das, / was er gemacht hat, schämt“ (ebd., S. 67) – bis zu konfessionellen Konflikten: „Intoleranz / Mein Gott ist deiner zu viel“ (ebd., S. 16). Was all diese Gedanken miteinander verbindet, ist gewiss nicht ihre moderne Auf- oder Abgeklärtheit, geschweige denn ihre Skepsis – „Der Zweifel rührt daher, / dass jede Antwort / einer Frage entspringt“ (ebd., S. 35) –, sondern ein Beharren auf der Unhintergehbarkeit der Transzendenz: „Der Boden wankt, / metaphysisch schlagen / die Zeiger aus“ (S. 58). Wenn Corbino dann aber noch herausstellt, dass „[j]eder Wunsch […] angesichts dessen, was man will, [zu klein ist]“ (ebd., S. 11), zitiert er einen Autor heran, mit dem er sich bereits seit längerer Zeit intensiv befasst.
Die Rede ist von Arthur Schopenhauer (1788–1860), dem der Luzerner Religions­pädagoge in dem wissenschaftlichen Artikel „Schopenhauers Philosophie zwischen Pessimismus und Eudämologie“ eine gewisse „Nähe zum Absurden“ (96. Schopenhauer Jahrbuch 2016, S. 72) attestiert. Sie sei daran festzumachen, dass die weltklugen Aphorismen zur Lebensweisheit (1851) Spannungen zum leidensuniversalistischen Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung (1819/1844) aufweisen und dass sie „als Versuch angesehen werden können, sich mit der nötigen Vorsicht dem Leben hinzugeben“ (ebd., S. 88). Die „Eingeschränktheit des eigenen Sinnens und Trachtens“ (ebd.) bietet dabei Parallelen zum Glauben. Anstatt nämlich dem Zweifel zu viel Raum zu geben, findet der Verfasser zum altehrwürdigen credo quia absurdum (Ter­tullian) zurück: „? / Einer Frage nachgehen, bis man zum Punkt kommt“ (EF, S. 34).

 

Tarnung

Corbinos ‚Einsatzfliegen‘ sind jedoch nicht nur deshalb schwer zu fassen, weil sie auf einem religiös-skeptischen Zickzack-Kurs umherschwirren; vielmehr verstehen sie sich auch auf Camouflage. Wegen ihres grauen Chitinpanzers und ihrer schwarzen Extremitäten kann man sie beispielsweise auf dunklen Untergründen kaum erkennen. Entsprechend wirken sie bald düster – „Die Hoffnung stirbt nicht, / aber Menschen“ (ebd., S. 65) –, bald melancholisch – „Aussichtslos / Mit jeder Entscheidung türmen / sich die versäumten Möglichkeiten“ (ebd., S. 47) – oder bedrückend: „Nimmt alles ein Ende, / so nimmt es auch uns“ (ebd., S. 61).
Neben ihrem natürlichen Erscheinungsbild passen sich die ‚Einsatzfliegen‘ freilich noch auf andere Weise an die Umwelt an. Bei der wohl interessantesten Adaption handelt es sich um eine Form der Signalfälschung, die in Fachkreisen als Mimikry bezeichnet wird. Sie besteht darin, landläufige Weisheiten, Phrasen oder idiomatische Wendungen zu imitieren, um den Rezipienten zu täuschen und sich rhetorisch-mnemotechnische Vorteile zu verschaffen. Hierbei lassen sich zwei Varianten unter­scheiden: zum einen ‚Schutzmimikry‘ durch Nachahmung von Vorbildern, die potenzielle Fressfeinde (Gedichte, Romane, Essays) abschrecken – „Nichts ist genug, / weil alles zuviel“ (ebd., S. 48) –; zum anderen ‚Lockmimikry‘ zum Ködern präferierter Beute (Sprichwörter, politische Slogans, Losungen): „Ausnahmen belästigen / die Regel“ (ebd., S. 53).
Die letztgenannte Methode mag in einzelnen Fällen sogar dafür sorgen, dass die Fälschung das Original überbietet – nicht zuletzt bei dem Spruch „Gegen die guten alten Zeiten / und eine bessere Zukunft / kommt keine Gegenwart an“ (ebd., S. 15), der Botho Strauß‘ (*1944) orakelhaft-hermetisches Notat „Gegen zuviel Geschichte kommt nur Erscheinung an!“ vom Kopf auf die Beine stellt. Doch bleiben solche Beispiele in der Minderzahl. „Zum Verwechseln endlich“ (S. 53) sind hingegen Aphoris­men wie „Gedankenlos / Wenn jeder Gedanke / wie ein glücklicher Treffer wirkt“ (ebd., S. 24) oder „Im Selbstgespräch weiß man / die Mehrheit hinter sich“ (ebd., S. 12). Denn während der eine auf Ulrich Horstmanns (* 1949) gleichnamiger Samm­lung Ich kaufe ein Gedankenlos (1992) basiert, ruft der andere gleich mehrere Vorläufer – darunter Wolfgang Mockers (1954–2009) „Der Vorteil des Selbstgesprächs: Man hat in jedem Falle das letzte Wort“ – in Erinnerung. Entsprechend scheint es geboten, die Qualität von Corbinos Gedankensplittern näher in Augenschein zu nehmen.

 

Nutzen und Schaden

In der Frage, ob die ‚Einsatzfliegen‘ eine Bereicherung der Aphorismenlandschaft darstellen, ist vorab darauf hinzuweisen, dass sie sich nicht allein von Verwesungs­produkten ernähren. Indem sie nämlich auch Nektar aus Erdbeer-, Brombeer- und Lauchblüten saugen, erbringen sie eine wichtige Bestäubungsleistung. So kommt es vor allem dann zu fruchtbaren Erkenntnissen, wenn mit der mehrfachen Bedeutung von Wörtern gespielt wird. Dies ist z. B. der Fall in „Eine Lüge zu viel lässt / die Wahrheit überlaufen“ (ebd., S. 17), wo am Satzende einerseits der sprichwörtliche letzte Tropfen des bis zum Rand gefüllten Fasses, andererseits der Wechsel eines Soldaten, Spions oder Politikers zur gegnerischen Seite anklingt. Des Weiterem vermag Corbino durch Überraschungseffekte zum Nachdenken anzuregen, bedeutet doch Frieden nach seiner Auffassung, „[n]icht weiter als aufeinander zu[zu]gehen“ (ebd., S. 11), und Identität, „derselbe [zu sein], / der [man] gestern auch nicht war“ (ebd., S. 91). In solchen Glanzstücken schillert der Thorax seiner ‚Einsatzfliegen‘ goldgrün bis blau.
Eher unauffällig – und damit bestens getarnt – sind gleichwohl seine poetologischen Beiträge. Sie zeichnen sich zwar wie alle anderen Denksprüche, namentlich die vielen Zwei-Wort-Definitionen (vgl. ebd., S. 14, 20, 26, 41, 72, 77, 90, 91, 93), durch äußerste Kürze aus, womit sie der vorangestellten Maxime von Jules Renard (1862–1910) – „Unbedingt auf lange Sätze verzichten, die man eher erahnt, als dass man sie liest“ (ebd., S. 6f.) – entsprechen, doch kommen sie nicht über das Genreüb­liche hinaus: „Man spielt häufig / mit dem Gedanken / – und verliert“ (ebd., S. 49). Zudem mangelt es nicht an aphoristischem Selbstlob, wenn der Verfasser seine La­konik mit gedanklicher Substanz – „Aphorismen sparen nur mit Worten“ (ebd., S. 12) – oder intellektueller Vorsicht – „Wortkarg / Denn Worte kommen schneller, / als sie gehen“ (ebd., S. 36) – rechtfertigt.
Dass er dabei denselben Fehler begeht, für den sich der spätantike Satiriker Luki­an (120–180 n. Chr.) am Ende seines Muscae Encomium mit den vielzitierten Worten entschuldigt, man solle „aus einer Fliege keinen Elefanten machen“, ist ihm nichtsdestominder zu verzeihen. Schließlich beweist er anderenorts stets Zurückhaltung und Bescheidenheit. Und so mag seine Empfehlung, „es nicht so genau [zu neh­men]“ (ebd., S. 32), gleichermaßen als „Bedingung von Glück“ (ebd.) wie als Voraussetzung glückender Kritik gelten. Denn die Frage, ob die ‚Einsatzfliegen‘ trotz vereinzelter Katachresen – „Ego / Mittelpunkt, dessen Umfang / nicht mehr zu sehen ist“ (ebd., S. 11) – und bemühter Paragramme – „Unbelehrbar / Von Mahn zu Mal / geht es weiter“ (ebd., S. 40) – literarische Nützlinge sind, kann man guten Gewissens bejahen. Der Leser darf also auf Corbinos nächsten Aphorismenband gespannt sein.

 

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